Oslo » Skjeloy
von: | Oslo | |
nach: | Skjeloy | |
Σ (sm): | 45.3 | |
Wetter: | sonnig | |
Wind Gsw: | 2-3 | |
Wind Rtg: | E |
14. Juli 2017
Beim Segeln suchen wir nicht wirklich große Städte. Als bekanntes Ziel für einen Törn sind sie natürlich praktisch. Sagt man "Wir segeln nach Oslo" kann fast jeder etwas damit anfangen.
Uns locken aber viel mehr die Schären und die kleineren Häfen und Orte. Oslo kann man jederzeit mit Fähre, Flugzeug oder Auto haben, zwischen den Schären segeln ist da schon seltener.
- 8:55
- Nach einer ruhigen Nacht im Herzen der Stadt nutzen wir die Gelegenheit unsere Wasservorräte aufzufüllen. Das Bunkern geht bei Desmodus dank kleinem Tank recht schnell.
- 9:15
- Wir starten den Motor, nachdem wir das Boot segelklar gemacht haben, und tuckern gemütlich aus dem Hafen. Der Weg ist klar, wir kennen ihn von gestern. Wir fahren etwas weiter westlich als gestern; Rechtsfahrgebot zum dank, kommen wir direkt an der Insel "Dyan" mit ihrem Leuchtfeuer vorbei. Insel ist hier wohl eine Übertreibung, sagen wir Felsen. Das Haus des Leuchtfeuers, welches die gesamte Insel einnimmt, sieht wie ein winziges Sail-In-Restaurant aus. Ein Blick ins Internet, praktisch wenn man dicht an der Küste ist, bestätigt unsere Einschätzung. Schade, dass es nur bei Buchungen geöffnet hat und man sich vorher anmelden muss.
- 9:45
- Wir fahren weiter und setzen die Segel, Groß und Fock. Die Route im GPS ist invertiert, wir fahren ab jetzt in unserem Kielwasser von gestern auf der Ostseite des Fjords mit entspannten 2,3 Knoten nach Süden.
- 10:28
- Leider lässt der Wind immer weiter nach, weit sind wir noch nicht gekommen. Der Motor wird gestartet und die Fock eingerollt 59°50,9'N 010°37,87'E
- 12:10
- Bei den Inseln "Rissa" und "Håøya" zeigt sich der Wind gnädig, der Motor wird gegen die Fock getauscht 59°42,40'N 010°35,46'E. Wir segeln wieder mit 4,2 Knoten. Hier weichen wir auch von unserer gestrigen Route ab. Wir nutzen das westlich Fahrwasser dicht an der Küste von "Håøya" entlang.
- 12:52
- Wir passieren Nord- und Süd-Kaholmen, die neben einem Sportboothafen auch die Festung "Oscarsborg" beherbergen. Wir hatten uns schon über eine Eintragung etwas nördlich in der Seekarte "Blücher" gewundert. Nun wird es klar: es handelte sich um das Wrack des Schweren Kreuzers Blücher, der von dieser Festung aus 1940 versenkt wurde.
- 13:23
- Was ist das? Steht da eine Armee von Robotern am Ufer? Nein, es sind doch Häuser. Da war doch sicherlich 1950er Jahre Blechspielzeug bei der Planung mit im Raum.
- 14:44
- Das Logbuch sagt hier "Motor an" mehr gibt es auch eigentlich nicht zu sagen, außer vielleicht "Fock eingerollt".
- 16:03
- Der Wind bleibt sich treu und somit wechselhaft. Wir machen das Beste daraus, setzen das Vorsegel und schalten den Motor aus. 59°26,8'N 010°33,7'E
- 16:30
- Vorhin hatten wir Roboter am Ufer, nun UFOs über dem Wasser. Was ist denn hier los? Ok, es sind nur die Fähren zwischen Moss und Horten, deren dunkler Rumpf gegen das Wasser kaum zu sehen ist und einem so die Illusion Schwebender Aufbauten gibt. Der Wind wird immer kräftiger und wir überlegen, ob Moss ein schöner Hafen für die Nacht ist. Eigentlich wollen wir weiter und Moss sieht nach Industriehafen aus, also keine zwei Meinungen an der Stelle.
- 16:45
- Der Wind nimmt weiter zu und dreht auf Süd. Wir rollen die Fock ein um Desmodus etwas zu beruhigen und fangen an zu Kreuzen.
- 18:08
- Im "Larkollsundet", östlich der Insel "Kollen", sammeln wir das Großsegel ein und starten den Motor.
- 19:20
- Wir fahren die Boxengassen der "Skjeloy Slipp Marina" auf der suche nach einem Liegeplatz entlang und werden von ein paar Einheimischen in eine freie Box gewunken und freundlich begrüßt.
Modernes Oslo
Modernes Oslo
Goodby Oslo!
Dyna Lighthouse & Restaurant
Color Line kurz vor Oslo
Color Line kurz vor Oslo
Oslo 1
Oslo 2
Langåra
Oslofjord auf Höhe von Langåra
Oslofjord auf Höhe von Langåra
Lågøya
Oslofjord auf Höhe von Langåra
Oslofjord auf Höhe Insel Aspond
Storegrunnen
DSC02552_W900
Håøya
Håøya (zoom)
Kaholmen 1
Kaholmen 2
Designer-Siedlung am Oslofjord
Moderne Design-Siedlung am Oslofjord
Fähre zwischen Horten und Moss
Fähre zwischen Horten und Moss
Fähre zwischen Horten und Moss
Südlicher Oslofjord
Südlicher Oslofjord
Südlicher Oslofjord
Südlicher Oslofjord auf Höhe von Skjeløy
Hafen von Skjeløy gegenüber von Lervik
Hafen von Skjeløy
Hafen von Skjeløy und Lervik
Hafen von Lervik
Skjeloy » Edholmen
von: | Skjeloy | |
nach: | Edholmen | |
Σ (sm): | 21.4 | |
Wetter: | sonnig | |
Wind Gsw: | 2 | |
Wind Rtg: | SW |
15. Juli 2017
- 9:10
- Wir legen unter Motor vom Steg in "Skjeloy" ab.
- 10:16
- Das Großsegel wird gesetzt, der Motor abgestellt, der Wind schubst uns auf 4,1 Knoten.59°12,318'N 010°44,100'E Kurs:147°
- 11:07
- Nach 9,8 Meilen Fahrt fallen wir südlich von "Fanterenna" auf E-SE Kurs ab. Der Wind nimmt zu, wir fahren schon wieder mit 6,5 Knoten durch die Ostsee. 59°08,881'N 010°47,789'E Kurs:101°
- 11:58
- Kopf einziehen bitte, oder auch nicht: Unter die 28 Meter hohe "Kjøkøya Bro" würden wir zweimal passen.
- 12:30
- Kurs südöstlich Richtung "Edholmen Marina". Wir wollen doch nicht bis nach "Strömstad" durchfahren, da Wind mit 5 bis 6 Bft im Böen 7 bis 8 Bft aus Süden angekündigt ist.
- 13:25
- Wir erreichen "Edholmen Marina" der Hafen ist gefüllt mit Motorbooten, wir bekommen nur noch am äußern Steg einen Liegeplatz.
Zwischen Tangen und Skjeløya
Zwischen Tangen und Skjeløya
Zwischen Tangen und Skjeløya
Norwegische Schäre
Zufahrt nach Lervik/Skjeløy
DSC02580_W900
Leuchtturm Strømtangen
Kjøkøya Brücke
Stavsengkilen bei Bredvik auf Etholmen
Edholmen » Strömstad
von: | Edholmen | |
nach: | Strömstad | |
Σ (sm): | 15.0 | |
Wetter: | sonnig; zeitw. bewölkt |
|
Wind Gsw: | 3 | |
Wind Rtg: | S |
8. Juli 2017
Der Name "Edholmen Marina" lässt einen mehr erwarten, als es tatsächlich gibt, ein paar Schwimmstege und eine Hütte mit Sanitäreinrichtungen. Kein wirklicher Grund zu bleiben. Das Wetter ist leider gerade gegen uns, recht kräftiger Wind und Dauerregen motivieren uns nicht gerade zum Segeln. Für den Nachmittag ist allerdings Besserung versprochen und "Strömstad" ist nicht mehr weit entfernt.
- 14:00
- Wir legen unter Motor ab. 14:00 Uhr!! das hatten wir auch noch nie. Direkt hinter den vorgelagerten Felsen gehen wir in den Wind und setzen Groß und Fock. Das Wetter vollführt die versprochene Wandelung, der Regen lässt abrupt nach.
- 14:10
- Der Motor wird abgestellt.
- 15:00
- Norwegen-Schweden-Norwegen-Schweden-Norwegen-Schweden-Norwegen-Schweden Wir Kreuzen auf der EU-Außengrenze um danach in das enge Schärenfahrwasser nach Strömstad zu biegen.
- 16:05
- Wir schalten den Motor an und rollen die Fock weg. Das Fahrwasser ist eng und stark befahren wir wollen beweglich bleiben.
- 16:18
- Segeln macht hier keinen Sinn mehr, Desmodus ist ja kein Schärenkreuzer. Das Großsegel kommt runter wir fahren nur unter Motor weiter.
- 17:00
- Ein Blick in den Stadthafen macht klar, hier ist kein Platz für uns. Als erster Hafen hinter der Grenze ist er bei Norwegern sehr beliebt.
- 17:20
- Wir sind weiter in den nördlich gelegenen "Mariehamn" gefahren. hier ist es auch deutlich ruhiger, allerdings nicht wirklich leerer. Die Boxen haben rot leuchtende LED-Schilder. Wir machen in so einer roten Box fest und finden heraus, das sich die Boxen nur online buchen lassen und dann durch die rot leuchtenden Schilder freigehalten werden. Wir buchen also schnell eine der drei noch freien Boxen mit dem Smartphone und verholen uns in unsere Box.
Blick Richtung Singlefjorden
Singlefjorden 1
Singlefjorden 2
Singlefjorden 3
Auffällige Markierung am Singlefjorden bei Stensv
Nordschwedische Schärenküste kurz vor der norwegischen Grenze
Nordschwedische Schärenküste kurz vor der norwegischen Grenze
Strömstad
Stadthafen von Strömstad
Schwedischer Wimpel
Strömstad » Fjällbacka
von: | Strömstad | |
nach: | Fjällbacka | |
Σ (sm): | 26.2 | |
Wetter: | sonnig | |
Wind Gsw: | 4; 5-6(7) |
|
Wind Rtg: | W |
17. Juli 2017
Ein klarer Nachteil von online buchbaren Boxen ist, dass der Liegeplatz, auf dem man gerade liegt, am kommenden Tag schon an jemand anderes vermietet ist. Der Wind ist recht kräftig, gegen einen weiteren Tag in "Strömstad" hätten wir eigentlich nichts. Leider ist kein Liegeplatz im Hafen frei, unserer ist schon gebucht. Wir müssen also weiter. Der Weg ist nicht sonderlich weit, nur etwa 25 Meilen, und der schöne Ort "Fjällbacka" lockt. Wir machen uns also auf den Weg.
- 9:18
- Ablegen unter Motor, windstill ist anders.
- 10:00
- Nach 4 Seemeilen unter Motor setzen wir die minimal Besegelung, Groß mit zweitem Reff. Die Fock bleibt eingerollt. Kurs: 160° , Wind: West 5 bis 6 in Böen 7
- 10:35
- Wir sind flott unterwegs, glücklicherweise führt uns der Weg nach Fjällbacka die meiste Zeit hinter Schären entlang. Dort sind die Wellen klein, viel Wind ist nicht wirklich ein Problem aber Seegang nervt. Im Moment ist die Küste relativ offen, wir müssen die Wellen aussteuern. Trotzdem taucht Desmodus recht häufig tief und lautstark in die Wellen ein.
- 11:07
- Die See wird ruhiger, wir erreichen engere Gewässer hinter den Schären. Im Konvoi mit vier anderen Booten, die sich wie wir stark gerefft durch die Wellen schunkelm, laufen wir in die Abdeckung der Schären.
- 11:43
- Passieren bei "Havstenssund" die schmalste Stelle zwischen den Schären, nun wird es wieder breiter.
- 12:40
- Die Zweite und letzte zum Skagerrak offene Strecke des Tages liegt hinter uns. Die Wellen werden wieder flach, die Fahrt entspannt. Wir schlängeln uns zwischen den Schären weiter Richtung Süden.
- 14:00
- Fjällbacka liegt vor uns, wir nehmen das Groß runter und starten den Motor.
- 14:15
- Der Hafen von Fjällbacka ist wie zu Erwarten war gut gefüllt. Auf der Suche nach einem Liegeplatz zeigt uns Desmodus deutlich, dass er ein Segel- und kein Motorboot ist. Bei Raumen Wind und wenig Wellen ging er eben unter Segeln noch brav voran, unter Motor in den Boxengassen ist es mittlerweile schwer, selbst mit Vollgas, gegen den aufgefrischten Wind anzukommen. Zugegeben, die Wellen brechen mittlerweile über den äußeren Schwimmsteg. Wir finden eine etwas zu enge Box, die zwar ein rotes Schild aufweist, aber will bei dem Sturm hier noch jemand kommen? Nach dem Anlegen geht es ab zur ersten Runde durch den schönen Ort und natürlich hoch auf den "Vetteberg", von dem aus man einen schönen Blick über den Ort und die Schären hat.
Gästehafen Mariehamn in Strömstad
Stadthafen von Strömstad
Mit gerefftem Segel zwischen den Schären
Trossö
Enge bei Havstenssund
Blick durch die Schären auf den Skagerrak
Grebbestad
Fjällbacka
von: | Fjällbacka | |
nach: | ||
Σ (sm): | 0 | |
Wetter: | sonnig | |
Wind Gsw: | ||
Wind Rtg: |
18. Juli 2017
Der Hafen leert sich morgens etwas, der Wind von gestern hat über Nacht nachgelassen. Wir nutzen die Chance uns auf einen Gastliegeplatz zu verholen. Von unserem neuen Liegeplatz aus genießen wir bei frischem Kaffee und strahlendem Sonnenschein den Ausblick auf Ort, Landschaft und Hafenmanöver der anderen Boote.
Ein fußläufig erreichbarer Supermarkt lässt uns die Vorräte auffrischen. Ein Spaziergang durch den Ort und seine Umgebung ist natürlich Pflichtprogramm.
Abgerundet wird der Tag durch ein gutes Abendessen, in einem am Hafen gelegenes Restaurant, und dem vom "Vetteberg" aus beobachteter Sonnenuntergang.
Fjällbacka
Sonneruntergang über Fjällbacka
Sonnenuntergang am Vetteberget (Fjällbacka)
Felsen in der Schlucht am Vetteberget
Felsen in der Schlucht am Vetteberget (Fjällbacka) - nachbearbe
Fjällbacka » Malmöns Marina
von: | Fjällbacka | |
nach: | Malmön | |
Σ (sm): | 23.4 | |
Wetter: | sonnig | |
Wind Gsw: | 2 | |
Wind Rtg: | S |
19. Juli 2017
Direkt südlich des Ortes Liegt der "Hamburgsund", durch ihn wollen wir heute fahren.
- 9:20
- Wir legen mit Hilfe des Motors ab. Der Wind ist ziemlich schwach und kommt aus Süden, also ziemlich von vorne. Der Motor bleibt also an.
- 10:05
- Ab in den "Hamburgsund". Es ist immer wieder faszinierend durch so einen engen Sund zu fahren.
- 10:23
- Beim Ort "Udden" müssen wir auf die Kabelfähre, die dort den Hamburgsund quert warten
- 11:25
- Breiter werdende Gewässer erlauben uns die Segel zu setzten und den Motor aus zu schalten. Der Wind lässt uns etwas im Stich, wir erreichen nur 2,2 Knoten, Kurs:183°
- 13:20
- Der Wind hat etwas zugelegt, wir liefern uns ein Rennen mit einer Albin Vega. Wie schaffen die es so schnell wie wir zu sein und so eine Höhe zu laufen? Ein flatterndes Groß entlarvt sie schließlich. Südöstlich von "Soteskä" starten auch wir den Motor.
- 14:15
- Bei "Smögen" biegen wir links ab. Richtung Osten begeben wir uns wider zwischen die Schären auf den Weg nach "Malmön".
- 15:09
- Wir legen in der "Malmöns Marina" an.
Fjällbacka südwestlich am Vetteberget
Nördlicher Eingang des Hamburgsunds
Hamburgsund
Am Nördlichen Eingang des Hamburgsunds
Hamburgsund
Hamburgsund
Hamburhsund
Sommerhääuschen am Hamburgsund
Hamburgsund
Hamburgsund
Der Rörvik-Kilen am Hamburgsund
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Hamburgsund
Oslo-Göteborg-New York: Wegweiser am Eingang des Hornösund
Oslo-Göteborg-New York: Wegweiser am Eingang des Hornösund
Oslo-Göteborg-New York: Wegweiser am Eingang des Hornösund
Schwedische Schärenküste auf Höhe Smögen
Schärengewässer südlich von Paradiset
Schärenküste bei Hovenäset
Hafen in Grönvik nördlich von Malmön
Kabelfähre Bohus Malmönledden
Malmö Bugt
Malmöns Marina » Skärhamn
von: | Malmön | |
nach: | Skärhamn | |
Σ (sm): | 31.1 | |
Wetter: | sonnig | |
Wind Gsw: | 2 | |
Wind Rtg: | E |
20. Juli 2017
Bei unserer letzten Tour nach Schweden, damals noch mit einem 60 Jahre alten Folkeboot aus Holz, sind wir schon zweimal (Hin- und Rückfahrt) in Skärhamn gewesen. Beim zweiten Besuch waren wir gleich einen Tag eingeweht. Wir müssen der Stadt also dringend einen Besuch abstatten.
- 9:30
- Unter Motor verlassen Wir den Hafen von Malmön, umrunden Kalven und fahren weiter Richtung Süden.
- 10:55
- Mittlerweile stehen 7,4 Meilen auf der Logge, es wird also Zeit dem Motor eine Pause zu gönnen und den Wind arbeiten zu lassen. Wir setzen Groß und Fock.
- 13:48
- Nachdem wir den "Gåsöfjorden" durchkreuzt haben erlaubt uns unser Kurs Nord-Westlich eines Sperrgebietes den Gennaker zu setzen. Die Fock wird eingerollt.
- 16:00
- Die 75 Quadratmeter Gennaker haben uns gut voran gebracht. Wir begeben uns in den "Landeanflug" auf Skärhamn. Gennaker und Groß kommen runter, der Motor wird gestartet.
- 16:20
- Der Hafen ist dicht gefüllt. Schon Während des Heranfahrens werden wir vom Hafenpersonal auf einen Liegeplatz außen am Schwimmsteg gewunken. Wir machen längsseits fest und bekommen instantan einen Nachbarn ins Päckchen neben uns.
DSC02612_W900
Lilla Kornö auf Höhe von Kåvra
Gulskären
Naturreservat Gullmarn
Blick Richtung Gräsholmarna
Skärhamn
Bucht von Skärhamn
Desmodus im Hafen von Skärhamn
Hafen von Skärhamn
Skärhamn » Lerkil
von: | Skärhamn | |
nach: | Lerkil | |
Σ (sm): | 42.9 | |
Wetter: | bedeckt; vereinz. Niesel | |
Wind Gsw: | 3 bft |
|
Wind Rtg: | E |
21. Juli 2017
Wie schon oft erwähnt sind große Städte als Hafen für die Nacht bei uns nicht wirklich beliebt, Göteborg fällt also aus. Wir wollen möglichst weit nach Süden kommen, brauchen also einen Hafen südlich von Göteborg. Lerkil liegt in passender Entfernung und wir brauchen ja nur irgend einen Steg oder Kai zum Festmachen, mehr scheint der Hafen auch nicht zu bieten. Sollte uns das Wetter oder die Zeit einen Strich durch die Rechnung machen können wir immer noch zu einem der zahlreichen anderen Häfen verkürzen.
- 9:15
- Wir haben beim Sportbootführerschein aufgepasst und legen elegant mit "Eindampfen in die Vorspring" ab. Das gibt staunende Blicke unseres ehemaligen Päckchen-Nachbarn, der sich doch etwas schwer getan hat von uns weg, um die Ecke und dann wieder längsseits an den Steg zu kommen.
- 9:56
- Nach 2,65 Meilen unter Motor setzen wir die Segel. Heute gibt es das volle Programm, Groß und Fock. Der Wind spielt mit, der Diesel wird abgestellt.
- 10:35
- Die Logge springt auf 5,34 Meilen, als wir die "Paternoster Skär" nördlich von Göteborg passieren. Wir verlassen damit nach rund 13 Tagen und etwa 360 Seemeilen das Skagerrak und wechseln zurück ins Kattegat. Der Wind nimmt derweil zu und schiebt uns mit 6 Knoten hart am Wind voran.
- 10:48
- Der Wind wird kräftiger und Desmodus zerrt an der Pinne, wir rollen die Fock ein um ihn bei Laune zu halten. Die Logge zeigt mittlerweile 8,54 Meilen.
- 11:12
- Wir erreichen das Fahrwasser südlich von "Klåverön", welches uns bis vor die Tore von Göteborg führt. Leider liegt es genau in Richtung Wind und zum Kreuzen ist es hier nicht wirklich breit genug. Der Motor muss also wieder ran, das Groß kommt runter.
- 11:40
- Nach kurzer Zeit können wir wieder etwas abfallen. Sofort setzen wir Groß- und Vorsegel, schalten den Motor ab und rutschen bei Kurs 150° entspannt gen Süden. Trip: 12,5 Seemeilen.
- 13:53
- Die Tagesmeilen auf der Logge springen auf 25,7. Wir Betreten bei 57°39,91'N 011°40,95'E das Fahrwasser von Göteborg und liefern uns sofort ein Rennen mit einer ankommenden Fähre. Sie geht hinter unserem Heck durch, wir definieren das mal als Rennen gewonnen.
- 14:20
- Direkt südlich des Fahrwassers schlagen wir einen Haken, um nicht zwischen den vor Reede liegenden Frachtern hindurch zu fahren. Ein Frachter hält sich nicht an die Spielregeln, er liegt gar nicht vor Anker, sodass unser Haken etwas größer ausfällt.
- 15:14
- Wir biegen ab und kreuzen zwischen die Schären, welche hier eigentlich nur noch etwas größere Felsen sind. Leider sind einige von ihnen so klein, dass sie kaum bis zur Wasseroberfläche reichen. Vorsicht ist also geboten.
- 18:10
- Wir legen in Lerkil an, nachdem wir ein Stück vor dem Hafen den Motor gestartet und die Segel geborgen haben. Der Hafen ist recht leer, die Liegeplatzinhaber scheinen alle auf Sommertörn zu sein. Nun wissen wir auch woher die ganzen Boote kommen, die wir in den anderen Häfen getroffen haben.
Hafen von Skärhamn
Skärhamn
Kirche von Skärhamn
Stora Kalvsund
Stora Kalvsund
Ockerö
Hafen von Lerkil
Desmodus in Lerkil
Desmodus in Lerkil
Lerkil » Varberg
von: | Lerkil | |
nach: | Varberg | |
Σ (sm): | 30.1 | |
Wetter: | bedeckt; später sonnig | |
Wind Gsw: | 3; zeitw. 2 bft |
|
Wind Rtg: | ESE |
22. Juli 2017
Bei unserem letzten Besuch in Schweden diente uns Varberg als Ziel und Sprungbrett von und nach Anholt. Ein Besuch auch dieses Mal lässt sich also schwer vermeiden, zumal die Stadt auch in einer guten Entfernung liegt. Als Sprungbrett nach Anholt benutzen wir Varberg dieses Mal nicht, wir wollen die Küste von Schweden weiter Richtung Süden entlang fahren.
- 8:45
- Wir legen unter Motor ab und motoren aus dem Hafen von Lerkil.
- 9:03
- Nach 1,08 Seemeilen vollführen wir die "Energiewende", den Wechsel von fossiler auf erneuerbare Energie. Der Diesel wird abgestellt Groß und Fock vorher gesetzt.
- 10:35
- Die Schäre "Nidingen" mit ihren drei Leuchttürmen taucht vor uns auf. Es scheint hier eine gefährliche Ecke zu sein, zumindest wird westlich der Schäre gerade ein vierter Leuchtturm im Wasser errichtet. Wir müssen der Schäre und Baustelle ausweichen und schlagen einen Haken nach Osten.
- 10:58
- Der Wind verlässt uns. Der Winkel der letzten Wende betrug 125°. Nun fahren wir nicht wie geplant an der "Nidingen skär" vorbei, sondern nach langem Verholschlag wieder direkt auf sie zu. 57°19,211'N 011°55,346'E der Motor wird gestartet und die Fock eingerollt. Die Logge zeigt 11,02 Seemeilen.
- 11:14
- Endlich liegt die Baustelle des neuen Leuchtturms direkt vor uns. Wir fahren weiter unter Motor, das Groß bleibt zur Stabilisierung gesetzt.
- 12:00
- Der Wind scheint sich etwas zu berappeln, wir sind ein Segelboot, es muss gesegelt werden. Die Logge zeigt 16 Seemeilen für heute, als wir bei 57°15,29'N 011°59,72'E direkt vor dem Kernkraftwerk Ringhals die Fock ausrollen und den Motor abschalten. Windkraft!
- 14:24
- Bei 57°09,348'N 012°07,065'E Starten wir den Motor wieder. Mittlerweile haben wir 25,6 Seemeilen auf der Logge. Unser neuer Kurs:144° Richtung Varberg.
- 15:50
- Nach etwas Suchen finden wir eine Box, die frei und breit genug für uns ist. Wir machen fest und beginnen eine Runde durch die Stadt.
Lerkil
Lerkil
`Hotelinsel Nidingen mit ihren drei Leuchttürmen
Leuchtturm Lilleland östlich von Nidingen
Anfahrt auf Varberg
Varberg
Varberg Umgebung
Hafenmole (Bb und Stb) in Varberg
Seebad Varberg zwischen Hafen und Burg
Seebad und Strand in Varberg
Kirche in Varberg
Grünanlage zwischen Hafen und Innenstadt von Varberg
DSC02645_W900
Betagte Stena-Fähre in Varberg
Varberg » Falkenberg
von: | Varberg | |
nach: | Falkenberg | |
Σ (sm): | 22.2 | |
Wetter: | zunächst sonnig; später bewölkt |
|
Wind Gsw: | 3 (4) bft |
|
Wind Rtg: | E |
23. Juli 2017
Wir wollen Richtung Süden, soviel ist klar. Wie weit wir kommen steht noch nicht fest. Der Wind verspricht eine ruppige Fahrt, wenn wir uns zu weit von der Abdeckung des Landes entfernen. Das eigentliche Ziel für heute ist "Torekov".
- 08:40
- Unter Motorkraft legen wir ab und Motoren aus dem Hafen.
- 8:53
- Direkt nach Verlassen des Hafens, wir sind 0,8 Meilen gefahren, setzen wir die Segel. Heute gibt es Fock und Groß mit erstem Reff. Beim Felsen "Själklippan" verlassen wir das Fahrwasser und biegen nach Süden ab. Peilung zum Wegpunkt:186°
- 10:38
- Wenn der Abstand zur Küste zu groß wird werden die Wellen unangenehm. Sie sind kurz und steil, Desmodus wird stark gebremst. Weiter draußen würden sie wieder länger und somit angenehmer werden. Das würde aber einen deutlichen Umweg für uns bedeuten. Wir haben einen Verholschlag Richtung Küste gemacht, hier sind die Wellen niedriger, Desmodus kann wieder Fahrt machen. Nun sind wir wieder auf unserem alten Kurs 158°.
- 11:04
- Der Leuchtturm "Morups Tång" ist Backbord querab. Wir fahren mit 6,3 Knoten Richtung 159°.
- 11:40
- Nach mehreren Verholschlägen entscheiden wir uns nach Falkenberg zu fahren. Die See ist nicht wirklich hoch, aber Kürze und Richtung der Wellen machen ein Vorankommen in die Richtung, in die wir wollen, fast unmöglich.
- 12:40
- Wir legen im Sportboothafen von Falkenberg an. Die Fock haben wir ein Stück vor, das Groß in der Mündung des "Ätran" geborgen.
Der Hafen ist klein und ruhig, bietet aber alle Annehmlichkeiten. Der Tag ist jung, wir starten eine Erkundungstour durch die Stadt, welche sich als sehr schön entpuppt.
Blick zrück auf Varberg
Falkenbergs Kyrka
Die neugotische Flakenbergs Kyrka
Farbenfrohe Häuser in Falkenberg (Schweden)
Eine von zahlreichen Gassen in Falkenberg
Sankt Laurentii Kirka in Falkenberg
Kleine Parkanlage in Falkenberg
Kamini der Alten Töpferei in Falkenberg
Falkenberg » Mölle
von: | Falkenberg | |
nach: | Mölle | |
Σ (sm): | 38.1 | |
Wetter: | 8/8 |
|
Wind Gsw: | 3; 1-2 |
|
Wind Rtg: | ENE |
24. Juli 2017
Unsere Routenplanung sagt: "Öresund" und wir hören auf unsere Routenplanung, meistens. Der kleine Ort "Mölle" an der Nordspitze der Halbinsel "Kullen" erfüllt alle Anforderungen in unserem Lastenheft für Häfen. Er liegt in passender Entfernung am Eingang vom "Öresund", also nichts wie hin.
- 8:42
- Wir legen ab und motoren den "Ätran" hinab.
- 9:00
- Nach 1,3 Seemeilen setzen wir Großsegel und Fock, der Motor wird abgestellt. Mit Kurs 181° fahren wir Richtung Nordspitze "Kullen". Das Wetter droht mit Regen im Moment ist es aber Trocken.
- 10:00
- 56°46,630'N 012°27,525'E Wir machen 6,2 Knoten Fahrt mit 178° Kurs über Grund. So kann es weiter gehen!
- 14:40
- Leider geht es nicht so weiter, bei 56°21,475'N 012°26,527'E und 32,4 Tages-Meilen hat der Wind keine Lust mehr. Wir haben ein Nachsehen mit ihm und starten den Motor, die Fock wird eingerollt.
- 15:16
- Die Nordspitze von "Kullen" mit ihrem Leuchtturm liegt direkt vor uns.
- 15:55
- Nach 38,1 Seemeilen legen wir im Hafen von "Mölle" an. Hier ist mal wieder ein Heckanker gefragt, kein Problem wir haben in "Skagen" geübt.
Nord-Westlich des Ortes beginnt ein Naturschutzgebiet, welches bis zur Nordspitze der Halbinsel reicht. Wir wollen einen Spaziergang zum Leuchtturm machen. Der Weg ist sehr schön, allerdings recht weit. Es geht über mit Moos und Farn bewachsene Felsen durch den Wald, das diesige Wetter verleiht der Umgebung etwas mystisches. Kurz bevor wir den Leuchtturm erreichen macht das Wetter seine Drohung war und es beginnt zu Regnen. Die Sicht ist daher sehr gering und wir sind sehr nass, entlang der Straße gehen wir zurück zu Desmodus und legen uns trocken.
Kullaberg im Südlichen Kattegat
Schauerwolken im Kattegat
Schauerwolken im Kattegat
Kullaberg 1
Kullaberg 2
Leuchtturm Kullen 1
Leuchtturm Kullen 2
Leuchtturm Kullen 3
Hafen von Mölle
Südlicher Kattegat
Mölle 2
Mölle 1
Mölle 3
Farne
Moos im Naturreservat Kullaberg
Naturreservat Kullaberg 1
Naturreservat Kullaberg 2
Naturreservat Kullaberg 3
Naturreservat Kullaberg 4
Golfplatz mitten im Naturreservat Kullaberg
Mölle zwischen Kattegat und Øresund
Mölle 4
Südlicher Kattegat
Felsenküste am Kullaberg
Felsenküste am Kullaberg und Kattegat
Urwald am Kullaberg 2
Urwald am Kullaberg
Schafe am Kullaberg
Kullaberg-Schaf
Auf dem Kullaberg
Kullaberg
Kullens Fyr
Kullaberg mit Kattegat
Kullens Fyr im Regen
Mölle » Rødvig
von: | Mölle | |
nach: | Rödvig | |
Σ (sm): | 74.5 | |
Wetter: | bewölkt | |
Wind Gsw: | 3;4 bft |
|
Wind Rtg: | E |
25. Juli 2017
Kopenhagen, Malmö, oder doch weiter Richtung Süden? Kopenhagen währe natürlich eine Reise wert, leider haben wir nicht wirklich Zeit. Einen Hafentag wird es also nicht geben. Damit wird man der Stadt nicht gerecht. Mal schauen, wie uns der Wind gewogen ist. Genug Häfen zur Auswahl haben wir auf unserem Weg durch den "Øresund" jedenfalls.
- 8:38
- Bei langsamer Rückwärtsfahrt lichten wir den Heckanker und verlassen den Hafen. Bei der grünen Tonne vor dem Hafen biegen wir auf einen losen Südkurs immer entlang der schwedischen Küste ab.
- 8:48
- Nach 0,7 Meilen ziehen wir das Großsegel hoch. Der Motor läuft weiter, der Wind ist schwach. Mal schauen, was der Tag so bringen wird.
- 8:52
- Wir rollen die Fock aus, der Motor geht aus, wir segeln.
- 9:34
- Der Wind ist uns gnädig, Er hat aufgefrischt. Bei vier Windstärken aus Osten fahren wir mit Halbwind und 7,9 bis 8 Knoten Richtung Süden. Bei der Geschwindigkeit scheint Kopenhagen lächerlich nahe zu sein. Wir entscheiden uns "Rødvig" als Ziel des heutigen Tages zu nehmen. Wenn die Fahrt so weiter geht sind wir schon um ca. 19:00 Uhr da.
- 9:43
- Südlich von "Höganäs" luven wir an, um außerhalb des Verkehrstrennungsgebietes zu bleiben. Wir rollen die Fock weg und verlangsamen uns so auf 6,7 Knoten, dafür fährt sich Desmodus entspannter. Unser Kurs ist nun 149°.
- 11:33
- Die Enge zwischen "Helsingør" und "Hälsingborg" ist erreicht. Wir verlassen das "Kattegat" und Betreten den "Øresund". prompt müssen wir einer der Fähren, die hier verkehren, ausweichen. Nach dem Ausweichmanöver rollen wir die Fock wieder aus, wir fahren nun wieder etwas weniger hoch am Wind. Noch schnell Hamlet auf Schloss Kronborg winken und weiter geht es Richtung Süden.
- 15:41
- Mittlerweile haben wir 40 Seemeilen hinter uns gebracht. Vor uns liegen nochmal genau so viele, leider lässt der Wind nach. Wir setzen den Gennaker.Groß und Fock nehmen Wir weg. Auch die 75 Quadratmeter Gennaker bringen uns nur auf 3,7 Knoten.
- 17:20
- 55°36,26'N 012°53,20'E Wir wechseln vom Gennaker auf Groß+Fock zurück als wir um den Leuchtturm "Flintrännan Nord" herum in das Nebenfahrwasser der Øresundbrücke biegen. Der Wind hat wieder etwas zugelegt, wir machen 5,3 Knoten bei 208°.
- 17:58
- Wir passieren die Øresundbrücke, über die freundlicherweise mehrere Züge fahren. Etwas trainspotting während des Segelns. Was will man mehr?
- 19:17
- Zwei Frachter, die von der Brücke kommend Richtung Kreisel im Süden unterwegs sind, fordern ein Rennen - sollen sie haben. Wir ziehen vor ihnen nach Westen. 55°28,813'N 012°40,901'E Kurs:207° Geschwindigkeit: 6,1 Kn.
- 20:25
- Eigentlich wollten wir jetzt schon im Hafen sein. Um nicht all zu spät nach Rødvig zu kommen lassen wir den Motor zur Unterstützung mitlaufen.
- 22:45
- Der Hafen von Rødvig ist sehr voll, die Dunkelheit hilft nicht gerade bei der Liegeplatzsuche. Wir finden einen Platz längsseits an der Mole am Ende einer Boxengasse. Gut, dass wir viele Fender dabei haben. Noch ein schnelles Abendbrot und dann ab in die Koje.
Eingang Øresund
Kronborg Slot in Helsingør
Kronborg Slot in Helsingør
Helsingborg
Helsingborg
Øresund voraus bei Helsingør/Helsingborg
Elektro(?)-Fähre zwischen Helsingborg und Helsingør
Elektro(?)-Fähre zwischen Helsingborg und Helsingør
Insel Ven im Øresund
Bäckviken auf Ven im Øresund
Industriehafen von Landskrona/Dammhagen (SE) am südlichen Øres
Blick nach Süden auf die Øresundsbron 1
Blick nach Süden auf die Øresundsbron 2
Anfahrt von Norden auf kleine Ørsundsbro-Durchfahrt Trindelrän
Blick von norden auf kleine und große Durchfahrt der Øresundsb
Blick von Norosten auf die große Durchfahrt der Øresundsbro
Zugdurchfahrt auf der Øresundsbro auf Höhre der kleinen Durchf
Rødvig » Vordingborg
von: | Rødvig | |
nach: | Vordingborg | |
Σ (sm): | 29.8 | |
Wetter: | 8/8; später auflockernd | |
Wind Gsw: | 3 (4); abnehmend |
|
Wind Rtg: | N |
26. Juli 2017
Wir haben zwei Möglichkeiten zur Weiterreise. entweder wir fahren um Møn und Falster herum, machen einen Stopp in Gedser und fahren von dort aus nach Kiel. Oder wir fahren nach Vordingborg, von dort aus durch das Smålandsfahrwasser, den großen Belt und zurück nach Kiel. Der Wetterbericht droht für Freitag und das Wochenende Starkwind in der Kieler Bucht an. Die versprochene Windrichtung und die geringere Entfernung lassen die Wahl auf Vordingborg fallen, ein Hafen in dem wir schon oft gewesen sind.
- 9:30
- Wir legen unter Motor ab. Ach so sieht das hier aus, gestern sind wir ja bei Dunkelheit angekommen. Vor dem Hafen noch kurz dem "manövrierbehindertem Fahrzeug mit Fahrt durchs Wasser, das baggert oder Unterwasserarbeiten ausführt und dabei die Schifffahrt nicht behindert" ausweichen.
- 9:40
- Groß und Fock werden gesetzt, eine Halse auf Backbordbug gefahren. Mit ordentlichen 5,9 Knoten fahren wir bei 211° unserem Ziel entgegen.
- 11:00
- Wir Laufen in das Fahrwasser ein, welches uns in die "Stege Bucht" und weiter nach Vordingborg führt.
- 13:15
- Konzentration bitte, wir passieren die "Dronning Alexandrines Bro". Die Brücke hat Bögen, die Durchfahrt wird zu den Seiten also flacher. Man könnte natürlich auch mittiger fahren, würde dann aber natürlich der Bianca vor sich einen Vorsprung verschaffen. Bei abschwächendem Wind und nur noch 4,2 Knoten Fahrt ist das keine Option.
- 14:15
- Was soll das? Wir machen nur noch einen Knoten fahrt, eigentlich treiben wir nur mit der doch recht kräftigen Strömung nach Westen. 54°57,995'N 012°04,320'E Der Motor wird gestartet, weiter gehts mit Dieselwind.
- 14:57
- Die Farø-Nordbrücke ist erreicht und Vordingborg kommt in Sicht.
- 15:45
- Wir finden nach etwas Suchen am letzten Steg im Hafen eine freie Box und legen an. Ein Spaziergang durch den Ort ist Pflichtprogramm, man muss ja sehen was sich verändert hat.
Hafen von Rødvig
Hafen von Rødvig
Sjælland Bøget
Blick auf Njord
Fischerfahne
Dronning Alexandrines Bro von Nordosten
Anfahrt aus Nordosten auf die Dronning alexandrines Bro
Dronning Alexandrines Bro
Durchfahrt unter der Dronning Alexandrines Bro
Flaute vor der Autobahnbrücke bei Farø
Sportbootsturm auf Vordingborg
Blick auf Vordingborg mit Hafen davor.
Vordingborg
Burgraben der Vordingborg
Hafenvorfeld in Vordingborg
Vordingborg » Kiel
von: | Vordingborg | |
nach: | Kiel | |
Σ (sm): | 89.76 | |
Wetter: | Schauer; später auflockernd | |
Wind Gsw: | 1-2; 3 |
|
Wind Rtg: | SSW |
27. Juli 2017
Im Smålandsfahrwasser gibt es viele schöne Häfen und Inseln, wir würden aber gerne vor Freitag in Kiel sein. Es ist Starkwind aus südlichen Richtungen angekündigt, das Gegenan brauchen wir nicht. Wird uns der Weg zu weit können wir immer noch in einen Hafen auf dem Weg abbiegen. Mit langen Strecken kennen wir uns mittlerweile aus.
- 8:27
- Wir legen ab. Unter Motor geht es das Fahrwasser hinaus.
- 9:38
- Nach 4 Seemeilen erreichen wir die "Storstrømsbroen" 26 Meter Durchfahrtshöhe haben gestern noch gepasst, heute auch. Hinter der Brücke setzen wir die Segel (Groß + Fock) und schalten den Motor aus.
- 9:58
- Wir wollen heute noch nach Kiel zeit also für den Gennaker. Wir sind schon wieder in ein Rennen verstrickt, es ist die Bianca von gestern. Gestern musste sie leider wegen Nutzung des Motors disqualifiziert werden.
- 10:35
- Der Gennaker ist dann doch etwas übertrieben, also runter damit.
- 10:43
- Der Gennaker ist vom Vorschiff gekratzt und unter Deck verstaut, Zeit die Fock wieder zu entrollen.
- 11:43
- Oh nein! wir haben total vergessen das Tracking im GPS zu aktivieren. Schnell holen wir unser Versäumnis nach.
- 13:09
- vor der Insel Vejrø gehen wir höher an den Wind, der bei Regendurchgang recht gedreht hat. Neuer Kurs:250° mit 3,6 Knoten fahren wir Richtung Langeland.
- 14:30
- Als wir auf den großen Belt hinaus fahren dreht der Wind wie versprochen recht, wir fahren einen Bogen. Als wir auf die Nordspitze von Langeland zu halten wenden wir und werden mit dem schönsten Kurs Richtung Südspitze belohnt.
- 16:22
- Was tun, wenn viele Frachter im großen Belt unterwegs sind, man sie elegant umfahren möchte, man aber kein AIS an Bord hat? Richtig, man nutzt die Nähe zum Land und schaut sich die AIS-Daten der Frachter über das Mobilfunknetz an. Wer braucht ein teures UKW-Funkgerät, wenn man ein 80 Euro Handy hat?
- 19:51
- Mit 5,9 Knoten lassen wir den Leuchtturm "Keldsnor" an der Südspitze von Langeland an Steuerbord liegen. Vor uns öffnet sich der große Belt in die Kieler Bucht. Unser Wegpunkt der Kieler Leuchtturm liegt in Peilung:227°.
- 21:25
- Die Sonne verabschiedet sich mit einem feurigen Spektakel für heute. Für uns geht es weiter Richtung Leuchtturm Kiel.
- 22:03
- "Willkommen in Deutschland" wir fahren über die Grenze. Mittlerweile ist es dunkel.
- 23:05
- 54°32,086'N 010°23,885'E Der Leuchtturm Kiel lockt uns mit seinem Blinken, leider ist er unerreichbar. Mit einem Knoten und ohne Ruderwirkung treiben wir langsam in die grobe Richtung der Kieler Förde. Wir starten den Motor um nicht in den Weg der Frachter zu treiben. mit vier Knoten und 254° geht es weiter auf den Leuchtturm zu.
28. Juli 2016
- 00:16
- Der Leuchtturm Kiel ist Backbord querab. Von nun an wird es im wahrsten Sinne des Wortes ein Heimspiel. Grüne Tonnen? Check, ab nach Süden.
- 2:27
- Wir legen in der Box von Desmodus an, nachdem uns Jemand südlich der Kanaleinfahrt noch ein Sperrgebiet in den weg geworfen hat. Neben uns liegt ein Gastlieger, wir versuchen leise zu sein, aber ein Anlegerbier auf die Reise muss sein. Danach ab in die Koje.
Langeland auf Höhe Hestehave im Großen Belt
Süd-Langeland im Dunst vom Großen Belt aus gesehen
Blick nach Norden auf den Großer Belt
Südspitze von Langeland mit Leuchtturm
Leuchtturm Keldsnor Fyr nahe Südspitze von Langeland
Südspitze von Langeland
Sonneruntergang über der Kieler Bucht
Abendstimmung and Bord
Sonnenuntergang über der Kieler Bucht
Sonnenuntergang über der Kieler Bucht
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